Hi,

...ich heiße Alex und ich liebe Fotografie.

Was kann ich sonst noch sagen? Im Ernst, was schreibt einer, dessen Job darin besteht, ohne Worte zu kommunizieren, in so eine Einleitung? Dass ich für meinen Beruf brenne? Das tue ich. Vielleicht auch, dass ich seit meinem Abschluss als Diplom-Fotodesigner auf gute 15 Jahre Berufserfahrung zurückgreifen kann. Sie wissen schon, stromlinienförmiges Wording aus dem Google-Baukasten, das Professionalität vermitteln, letztendlich aber nur den Algorithmus füttern soll.

Die Wahrheit ist: Es gibt keine Worte, die meine Passion für die Fotografie besser beschreiben könnten als meine Fotos, und darauf bin ich wirklich stolz.

Also ja, im Grunde ist es einfach: Mein Name ist Alex (niemand nennt mich Alexander) und ich liebe Fotografie. Müssen Sie denn sonst noch etwas wissen?

Jap, das da bin ich

DOKUMENTATION

Die authentischsten Fotos sind jene, auf denen die Menschen nicht wissen, dass sie fotografiert werden. Das Bild einer Person ohne affektierte Gestik oder eingezogenen Bauch strahlt eine besondere Kraft auf uns aus. Daraus ziehen viele Fotografen den Schluss, es sei eine gute Taktik bei der Arbeit unsichtbar zu sein.

Ich sehe das anders. Mich zu verstecken kostet Zeit und Aufmerksamkeit. Zwei Dinge, die ich jedoch brauche, um meine vorrangige Aufgabe als Fotograf erfüllen zu können: den perfekten Moment aus dem interessantesten Blickwinkel einzufangen.

Egal ob Event, Messe oder Filmset, ich bin der Typ mit der Kamera, der die Hälfte der Zeit auf dem Boden herumkriecht und komische Verrenkungen macht. Ich kann und will mich nicht verstecken. Ich will mittendrin sein, über, unter und zwischen den Menschen, will in ihrer Dynamik aufgehen, bis ich nicht mehr als Der Fremdkörper wahrgenommen werde. Nicht, weil ich gerne kuschle, sondern weil weder das beste Versteck noch das längste Teleobjektiv echte Nähe ersetzen können, denn sie ist die Quelle wahrhaftiger Intensität.  

STREET

Was ich am meisten an der Fotografie liebe, ist ihre Unberechenbarkeit. Du machst einen Plan und am Ende kommt alles anders. Gute Fotografen schaffen es trotzdem, mit dem gewünschten Resultat nach Hause zu gehen. Exzellente Fotografen jedoch lassen sich vom Unerwarteten inspirieren, sie saugen das Chaos auf und verleihen ihm eine Richtung, bis am Ende etwas entsteht, das sehr viel interessanter ist als alles, was man antizipiert hatte.

Street-Fotografie ist die Königin dieses Prinzips. Du gehts raus und fängst ein, was die Realität dir vor die Füße wirft. Pläne sind hier wertlos. Es geht nicht um Kontrolle oder Performance. Es geht darum, das Unerwartete als Teil des kreativen Prozesses anzuerkennen und ihm den eigenen visuellen Stempel aufzudrücken.

Kein Genre der Fotografie fordert mich mehr heraus und ist zugleich so verdammt befriedigend.

PEOPLE

Die meisten Menschen lassen sich nur ungern portraitieren. Sie fühlen sich verletzlich, unbeholfen und irgendwie nackt. Es dann auch noch von einem völlig Fremden tun zu lassen, widerspricht jedem Instinkt.

Deshalb ist in der People-Fotografie Kommunikation der Schlüssel. Egal ob Business-Portrait oder Charakterstudie, ein Fotograf, der bei seinem Motiv etwas Persönliches, etwas Wahres freilegen möchte – und das sollte das Ziel eines jeden Portraits sein –, der muss dafür sorgen, dass sich der Mensch vor seiner Linse wohl fühlt und dazu braucht es mehr als die richtige Technik, schönes Licht und ein starkes Auge. Es braucht Zeit und ein gutes Gespräch.

IMAGE

Bei der Image-Fotografie geht es nicht um das Individuum oder ein Produkt. Es geht darum diese in einen größeren Kontext zu stellen: Die Marke. Eine Fotoserie oder auch Visual Campaign, welche die Corporate Identity berücksichtigt und das Motiv visuell als auch inhaltlich im besten Licht darstellt, ist hier meist das angestrebte Ziel.

Das ist keine leichte Aufgabe für einen Fotografen. Auf dem Weg zum schönstmöglichen Ergebnis geht oft das verloren, was eine Marke ausmacht: Sie verliert ihre Persönlichkeit. Doch in Zeiten, in denen KI auch die letzten Ecken und Kanten unserer Welt zugunsten vermeintlicher Massentauglichkeit abschleift, ist es wichtiger denn je, eben diese Persönlichkeit zu erhalten.

HOCHZEIT

Hach ja, der schönste Tag im Leben …

Kann ich nur nicht beurteilen, denn bisher hab ich mich vor diesem Schritt erfolgreich drücken können.

Ich weiß, ich weiß: "Hochzeiten fotografieren, aber selbst nicht heiraten wollen." Aber Sie würden sich von Ihrem Friseur ja auch die Haare schneiden lassen, selbst wenn er eine Glatze hat, oder?

Tatsächlich find ich's toll, wenn Menschen zueinanderfinden. Das Leben ist hart genug, auch ohne den besonderen Menschen, der es dank einer kosmischer Fügung den Rest davon mit uns aushalten will. Wenn es Ihnen also wichtig ist, diesen Bund einzugehen, bin ich voll und ganz dabei, mit Spaß, den besten Wünschen und natürlich meiner Kamera. 

NATUR

Was ich an der Landschaftsfotografie schätze, ist, dass sie in vielen Aspekten das exakte Gegenteil zur Street-Fotografie darstellt. Ich weiß, das klingt reichlich inkonsequent für jemanden, der an anderer Stelle bereits das Loblied auf deren Unvorhersehbarkeit gesungen hat. Aber hin und wieder ist es doch schön, das urbane Chaos hinter sich zu lassen und sich in die Friedlichkeit der Wildnis zu begeben.

Natürlich sind auch hier Ort und Timing essenziell, nur dass sich alles in einem größeren Maßstab abspielt. Dort draußen ticken die Uhren langsamer, sind die Momente weniger flüchtig. Statt schnellen Denkens und intuitiven Handelns sind gute Vorbereitung und ausdauernde Erkundung der Weg zum Erfolg.

Den Rest erledigt dann die Natur selbst. Auch wenn sie sich hin und wieder etwas zieren mag, man so manchen Tag auf Sonne oder so manche Nacht auf Regen wartet – wenn sie in Stimmung ist, gehört sie zu den schönsten und genügsamsten Models, die es gibt.